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Jugendamt schickt jungen Gewalttäter nach Sibirien
N24.de am 17.01.2008 um 14:58 (UTC)
 Ein 16 Jahre alter Gewalttäter ist von einem hessischen Jugendamt zur Besserung nach Sibirien geschickt worden. Der Junge werde ein dreiviertel Jahr unter einfachsten Bedingungen in dem russischen Dorf Sedelnikowo verbringen, bestätigte der Gießener Jugend- und Sozialdezernent Stefan Becker der AP entsprechende Medienberichte. Der 16-Jährige war demnach in der Schule, im Heim sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie durch hohe Gewalttätigkeit aufgefallen und hatte auch seine Mutter angegriffen.

Der Sibirien-Aufenthalt begann bereits vor etwa sechs Monaten. «Das ist auch für uns eine etwas ungewöhnliche Maßnahme», räumte Becker ein. In den vergangenen Jahren habe es in seinem Bereich nur zwei solcher Fälle gegeben. Allerdings handele es sich nicht um eine Sanktion, sondern um eine freiwillige pädagogische Maßnahme, betonte er. In Sibirien sei der Jugendliche von störenden Einflüssen abgeschnitten und gezwungen, sich mit seinem Betreuer und dem Leben auseinanderzusetzen. «Wenn er kein Holz hackt, ist die Bude kalt. Wenn er kein Wasser heran schafft, kann er sich nicht waschen», beschrieb Becker die Lebensbedingungen vor Ort.
Plumpsklo im Garten

Der 16-Jährige lebt demnach mit seinem Betreuer in einem kleinen Haus, das weit von westlichen Standards entfernt ist. «Die Toilette ist im Garten. Es ist ein Plumpsklo», sagte Becker. Bei Tiefsttemperaturen von minus 40 Grad müsse der Jugendliche in die mehrere Kilometer entfernte Schule laufen. Dort helfe ihm sein russisch sprechender Betreuer, dem Unterricht zu folgen. Nach Angaben des Jugenddezernenten leben in dem rund 300 Kilometer von Omsk entfernten Dorf nur 5.000 Menschen. «Der Junge ist kein Schläger, sondern krankhaft aggressiv», erklärt Becker die Probleme des 16-Jährigen.
Konflikt-Training in reizarmer Umgebung

Die Kosten des Sibirien-Aufenthaltes liegen ihm zufolge nur bei rund einem Drittel einer vergleichbaren Betreuung im Heim. Finanzielle Überlegungen seien allerdings nicht das ausschlaggebende Argument gewesen, betonte Becker. «Sibirien ist sehr reiz- und kontaktarm. Hier kann er sich nicht in andere Tätigkeiten oder Beziehungen flüchten, sondern muss die Konflikte austragen.» Eine Mitarbeiterin des Jugendamts des Landkreises Gießen reiste den Angaben zufolge kurz vor Weihnachten in das Dorf. Was sie berichtete, habe ihm Mut gemacht, sagte Becker. «Es sieht so aus, als ob es funktioniert.» Einschließlich der Nachbetreuung in Deutschland soll die Maßnahme zwei Jahre dauern. (AP)
 

Fünfjährige in spanischer Stadt Huelva verschwunden
N24.de am 17.01.2008 um 14:57 (UTC)
 Die spanische Stadt Huelva bangt um ein fünfjähriges Mädchen. Die kleine Mari Luz Cortes verschwand am Sonntag in einem Vorort der Hafenstadt im Südwesten des Landes, wie die Behörden am Mittwoch erklärten. Der Ort liegt 200 Kilometer vom portugiesischen Praia da Luz entfernt, in dem seit dem 3. Mai Madeleine aus Großbritannien vermisst wird. Suchtrupps durchkämmten auf der Suche nach der Fünfjährigen das Mündungsgebiet von Rio Tinto und Rio Odiel, wie ein Sprecher des spanischen Innenministeriums erklärte. Mehr als 150 Menschen, darunter Polizisten mit Spürhunden, Feuerwehrleute und Freiwillige, beteiligten sich an dem Einsatz. Madeleines Eltern zeigten sich bestürzt über das Verschwinden des Mädchens. Man hoffe und bete, dass Mari sicher nach Hause zurückkehre, erklärte Gerry McCann auf der Website des Paares. (AP)
 

Jugendgewalt-Debatte schadet Koch
N24.de am 17.01.2008 um 14:57 (UTC)
 Der weitaus größte Teil der Bundesbürger ist davon berzeugt, dass die Große Koalition trotz aller Auseinandersetzungen bis 2009 mangels Alternativen halten wird. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für den Nachrichtensender N24 waren 70 Prozent der Befragten dieser Auffassung.

In der Frage, wer am zerrütteten Zustand der Regierung die Verantwortung trage, sehen 75 Prozent beide Partner mit gleichgewichtigem Anteil. 6 Prozent meinen hingegen, allein die CDU trage die Schuld, 10 Prozent sehen eher den Kurs der SPD als Grund für den Koalitionskrach.
Koch rennt ins Leere

Darüber hinaus wird in der Strafrechtskampagne kein Vorteil für Roland Koch erkannt: Der Ministerpräsident hat nach Ansicht von 58 Prozent der Bürger in Hessen in den letzten Wochen an Profil eingebüßt. Im Bundestrend bleibt das Urteil gespalten: 41 Prozent sehen die Kampagne als ein entschlossenes Vorgehen; ebenso viele Befragte sagen, Koch habe dadurch an politischem Ansehen verloren.

In der bundesweiten Befragung beurteilen zudem 45 Prozent der Befragten die Arbeit von Roland Koch als schlecht (2004: 37 Prozent). Im Vergleich dazu konnte sich Christian Wulff in Niedersachsen in der Bewertung der Befragten verbessern: Aktuell bescheinigen ihm 43 Prozent eine gute politische Arbeit, 2004 waren nur 34 Prozent dieser Meinung. (N24.de)
 

Werder flirtet mit Schweinsteiger und Schlaudraff
N24.de am 17.01.2008 um 14:56 (UTC)
 Bei Bundesligist Werder Bremen gibt es offenbar Gedankenspiele um eine Verpflichtung der Nationalspieler Bastian Schweinsteiger und Jan Schlaudraff vom Konkurrenten Bayern München. "Ich will das nicht ausschließen. Aber es ist nicht so, dass es ein Spieler aus München sein muss", erklärte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs im Kicker. Bremen sei auf der Suche nach geeigneten Spielern, um beispielsweise den Abgang von Nationalspieler Tim Borowski zu den Bayern am Saisonende zu kompensieren. "Dabei ist es unerheblich, von wo sie kommen", so Allofs.

Das mögliche Bremer Interesse an U21-Auswahlspieler Jan Rosenthal von Hannover 96, der bereits mit Werder in Verbindung gebracht worden war, wollte der Sportchef indes nicht kommentieren. Neben Borowski droht den Norddeutschen in Mittelfeldspieler Daniel Jensen der Abgang eines weiteren Hochkaräters. Allerdings will Allofs den Dänen nicht so einfach ziehen lassen: "Wir verhandeln und haben großes Interesse, ihn zu halten."

Auch die Hoffnung, dass der Brasilianer Carlos Alberto noch einmal zu einer Verstärkung für die Bremer werden kann, hat der 51-Jährige noch nicht aufgegeben. "Wenn alles klappt, könnte Carlos für ein halbes Jahr zum FC Sao Paulo ausgeliehen werden und kommt dann hoffentlich gestärkt zurück. Wir wissen um sein Potential." Der 8,5-Millionen-Einkauf war angesichts von mysteriösen Schlafstörungen und rüpelhaftem Auftreten zum bislang teuersten Fehleinkauf der Werder-Geschichte avanciert.
 

Hewlett-Packard festigt Führung im PC-Geschäft
N24.de am 17.01.2008 um 14:55 (UTC)
 Der kalifornische Computerhersteller Hewlett-Packard hat im vergangenen Jahr seine führende Position beim weltweiten PC-Absatz weiter ausgebaut. HP hatte im vierten Quartal 2007 einen Marktanteil von 19 Prozent, wie die beiden Marktforscher IDC und Gartner am Mittwoch mitteilten. Nach Erhebungen beider Institute konnte HP seinen PC-Absatz binnen Jahresfrist um 23 Prozent steigern.

Auf dem zweiten Platz folgt Dell, das nach einem Wachstum von 17 Prozent auf einen Marktanteil von 14,5 (Gartner) oder 14,6 Prozent (IDC) kommt. Im Wettbewerb um den dritten Platz schlug Acer den chinesischen Hersteller Lenovo, der 2005 das PC-Geschäft von IBM übernommen hat.
Nach den Erhebungen von IDC hat Acer einen Marktanteil von 9,6 Prozent, bei Gartner sind es 9,5 Prozent. Für Lenovo wurden 7,5 (IDC) beziehungsweise 7,7 Prozent (Gartner) ermittelt. Auf Platz fünf liegt der japanische Hersteller Toshiba mit rund vier Prozent.
"Die Ergebnisse des vierten Quartals zeigen einen sehr gesunden PC-Markt", sagte IDC-Experte Loren Loverde. Der Markt werde weiter von der hohen Nachfrage nach Notebooks, sinkenden Preisen und der Erschließung neuer Verkaufskanäle geprägt. In diesem Jahr sei eine leichte Abschwächung zu erwarten, doch könnten die Hersteller weiter mit zweistelligen Zuwachsraten rechnen. (AP)
 

Bruchlandung auf Londoner Flughafen
N24.de am 17.01.2008 um 14:54 (UTC)
 Ein aus China kommendes Flugzeug ist auf dem Londoner Flughafen Heathrow am Donnerstag neben der Landebahn notgelandet. Das berichtete die BBC. Es handele sich um eine Boeing 777 von British Airways, teilte das Unternehmen in London mit. Bisher gebe es keine Berichte von Schwerverletzten, sagte ein Sprecher des Flughafens. "Es ist, als habe ich in der Lotterie gewonnen", sagte Fernando Prado, einer der Passagiere, nach der Bruchlandung der Maschine der British Airways. Die Feuerwehr war mit mehreren Wagen am Ort. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass eine Tragfläche der Maschine angebrochen war. Augenzeugen berichteten von Rauch, alle Passagiere seien aus der Maschine gebracht worden. Die BBC berichtete, drei Menschen würden mit leichteren Verletzungen behandelt. Auf Europas größtem Flughafen kam es zu Verspätungen. Betroffen war auch die Maschine des britischen Premierministers Gordon Brown, der zusammen mit Geschäftsleuten auf dem Weg zu einem Besuch in China und Indien war. Die südliche Start- und Landbahn wurde geschlossen, die nördliche blieb jedoch geöffnet, sagte der Flughafensprecher. Die Maschine war mit 136 Passagieren besetzt. (dpa)
 

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